Ich unterrichte in Hamburg das einzigartige Intuitive Yoga der Achtsamkeit, inspiriert von Vanda Scaravelli.

 

Intuitives Yoga bedeutet:

 

- langsame, regenerative Körperaktivierung im Einklang mit den individuellen körperlichen Voraussetzungen.

- Individuell ausgeführte Yoga-Asanas

- heilsames, tief im Körper beobachtetes Üben

- keine Verletzungsgefahr durch Überbeanspruchungen und Fehlstellungen

- keine Erfahrung im Yoga nötig

- für jeden geeignet, auch nach Verletzungen und mit körperlichen Einschränkungen

- erholsame De-Stress-Bewegungen, die einen bewussteren Umgang mit den eigenen Ressourcen fördern.

 

Mehr zu den grundsätzlichen Prinzipien hinter diesem besonderen Yoga erfahrt ihr hier.

 

Wöchentlicher Unterricht

Im Fokus unserer Praxis: – Schwerkraft – Wirbelsäule – Atem – 

 

DIENSTAG, 18.30 Uhr, Grindelhof 89, Haus 9 / Hinterhaus 1. Stock (Studio Eva von Matt).

Anmeldungen für neue Teilnehmer bis 24 Std. vorher über info@alkevonkruszynski.de

 

Preise und Abonnements sowie die Konditionen für mein Schnupper-Paket findest Du hier.  

 

 

 

Yoga-Blog

Di

23

Aug

2016

Yin, De-Stress, Regeneration – die Yogatrends, die zur Zeit passen

Ich sage immer: Jede Stadt hat das Yoga, das sie verdient. 

 

In Hamburg, wo ich seit über 35 Jahren lebe, sind die Menschen äußerst leistungsorientiert und perfektionsverliebt. Das laissez-faire jedenfalls wurde in der Hanseatenstadt definitiv nicht erfunden. Wenn ich mir vor allem die Frauen ansehe, habe ich manchmal den Eindruck, von weiblichen Biorobotern umgeben zu sein.

Die Hanseatinnen sind pauschal betrachtet karrierebewusst, leistungsstark, ordnungsliebend. Ihre Einstellung zu Genuss und Exzess ist puritanischer Natur: Zwei Weinschorlen und vielleicht einmal eine leichte Ökozigarette, nichts Fettes essen … also bitte nicht zu viel und zu oft, sonst kommen Karriere und Körper in die Bredouille.

 

Ja, zugegeben, das ist wirklich sehr pauschalisiert. Aber im Vergleich mit den katholisch geprägten Münchenerinnen, die ich fast 3 Jahre lang studieren durfte, oder den herrlich experimentierfreudigen und lebensfrohen Londonerinnen kommen die Bewohnerinnen Hamburgs deutlich unterkühlter und strenger (mit sich selbst) weg.

 

Das scheint sich auch in ihrer Präferenz im Yoga niederzuschlagen. Herausfordernde Stile, die an die Grenzen der phsysischen Belastung gehen (und deshalb Muckis an allen bekannten und weniger bekannten Körperstellen zaubern, Stichwort: Knackpo-Yoga), sind überdurchschnittlich gut frequentiert. – Vielleicht ist das der Grund, warum in letzter Zeit eine Tendenz Richtung entspannendes Yoga zu beobachten ist?!

Wo viel Fordern ist, das stellt sich nämlich schnell eine tief empfundene Sehnsucht nach dem Gegenteil ein.

 

Wer in seinem Hamburger Poweryoga- oder Acrobatic-Studio zusätzlich Yin oder Restoratives Yoga anbietet, dürfte sich jedenfalls über ausgezeichnete Kurs-Auslastung freuen.

 

Mich jedoch irritiert dieses Polarität. Fast scheint es, als würde es bei den Hamburger Yoga-Angeboten hauptsächlich um Auspowern einerseits und Erholen andererseits gehen.

 

Aber ist das der tiefere Sinn im Yoga-Üben? Dass ich mich, um meinen Körper zu stählen, derart anstrenge, dass ich mich nur noch nach Loslassen sehne?

Und ist das Anspannen und im Gegenzug beim Yin Yoga starke Dehnen und Ziehen an den Gelenken die ideale und gesunde Art, mit seinem heiligen Körper umzugehen?

 

Im Intuitiven Yoga, aber auch bei anderen langsamer geübten Hatha-Varianten bleibt man mit dem Belastungspegel immer in der Mitte – dort, wo Yogaasanas den Köper meiner persönlichen Einschätzung nach hinführen und sanft optimieren helfen sollten.

 

Meine Empfehlung: Hinterfragt eure Motive und Impulse. Pendelt mit eurem Körper nicht zwischen Extremen, sondern erweist ihm Respekt, erkundet ihn achtsam und erhaltet ihn gesund. Ganz egal, ob in Hamburg, Berlin, London oder Bad Ganderstein.

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Di

23

Aug

2016

Sind Yogalehrer bessere Menschen?

Die Frage im Titel ist selbstredend rhetorisch. Einerseits. Denn wer intensiv oder beruflich Yoga macht, lässt sich auf mentale Entwicklungsprozesse ein, die zum einen das Selbst, zum anderen den Umgang mit den Mitmenschen und -tieren positiv beeinflussen (können).

 

Andererseits darf und will ich diese Frage unbedingt in den Raum stellen. Einen Raum, der durch eine wachsende Zahl an Weltverbesserer-Medien den Anschein erweckt, alle müssten wir Yoga-Treibenden immer und überall mit einem inneren Lächeln, mit durchdringender und alles umfassender Glückseligkeit gesegnet sein.

 

Aber das ist nicht mehr menschlich. Sondern grenzt jene aus, die (noch) nicht so weit auf dem happy way sind.

 

Wir westlichen Yoga-Fans, wir Besser-Esser und Bewusster-Konsumierer existieren in Wahrheit doch auf allen Ebenen weit entfernt vom Dasein als buddhistischer (christlicher, hinduistischer … hier Lieblings-Religion einsetzen) Mönch und/oder Eremit, der sich in Jahren des Studiums, der Selbstreflektion, der Versenkung und des Rückzugs eine gewisse Erhabenheit vom Weltlichen erarbeiten kann. Der mit einem erhellenden Glow vom Gipfel der Wenigen herab auf die profane Welt lächelt. Und wer von uns weiß denn schon, ob Launen, gute wie schlechte, nicht auch in Tibets Klostern und Indiens Ashrams ab und an zum Alltag gehören.

 

Wir in unseren westlichen Hemisphären haben es Tag um Tag mit vielen und viel komplexeren direkten Reizen, Ansprüchen, Herausforderungen und Problemen zu tun. Meditieren schaffen die Wenigsten, und wenn, dann vielleicht eine halbe Stunde täglich, manchmal monatlich. Wenn es hochkommt.

Die meisten von uns, Yogalehrer eingeschlossen, haben einen Beruf, einen Vorgesetzten, eine Familie, einen Haushalt zu bewältigen. Das ist ein Leben, in das sich zu Recht jeder mehr Glück oder Zufriedenheit wünscht; daher die Vielzahl aktueller Medien, die uns dabei helfen wollen. Das ist aber gleichzeitig ein Leben, in dem genau dieses Ziel besonders schwer erreichbar ist. Wer es trotz all der Alltags-Schwierigkeiten schafft, hin und wieder wenigstens zufrieden zu sein und ganz, ganz manchmal sogar richtig, richtig happy – der ist wahrhaft ein Glückspilz.

 

Yogalehrer und -lehrerinnen machen da keine Ausnahme. Was sie – anders als viele – unter gewissen Umständen allerdings leisten können, sofern sie sich der Techniken bedienen, die ihnen das Yoga anbietet, ist ein vergleichsweise hohes Maß an Reflektion. Die Möglichkeit, jedwede Stimmungslage und Reaktionen auf die Umwelt zu hinterfragen. Sie eventuell aufzulösen. Die Wirklichkeit hinter der Befindlichkeit bei Bedarf zu ergründen und sich mit den darin verborgenen Botschaften auseinanderzusetzen. Mehr nicht.

 

Und kaum habe ich das geschrieben, erreicht mich folgende PR-Meldung:

In diesem eben erschienenen Buch haben zwei Autoren von der City University London aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse und Schlussfolgerungen zum "Wellness-Syndrom" zusammengefasst. Sie zeigen, wie das gerade omnipräsente Streben nach dem Besseren (Essen, Leben, Körper …) auch diskriminiert,  ausgrenzt und unglücklich machen kann.

 

Und das kann niemals Sinn des Yoga sein. Denn Yoga bedeutet: Einheit, Verbundenheit, Ganzheit.

 

Be inspired! Stay tuned!

 

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