ASANA PLAYGROUND

Das Intuitive Yoga, wie ich es praktiziere und unterrichte, fokussiert die Wirbelsäule und das Gewebe, um beides über Atem und Bewegung, mit Geduld und viel Freundlichkeit anzusprechen. So bleibt (oder wird) es offen, "juicy" und elastisch. Darüber hinaus ist die intuitive Reise in die Asanas aber auch eine Möglichkeit, im Gewebe gespeicherte Erfahrungen zu adressieren. Und sie hinter sich zu lassen.

 

Denn alles, was wir erleben (oder auch verpassen!), kann gesunde, flexible Körper nachteilig verändern. Das reicht von Verhärtungen über Blockaden (auch emotionaler Natur) bis zu Deformierungen der Wirbelsäule und der aus ihr entstandene Gliedmaßen und Muskelgruppen.

 

WIRBELSÄULE – SCHWERKRAFT – ATEM

 Auf leichte und spielerische Weise – unterstützt durch Atem, viel Körperkontakt / Hands-on-Arbeit und Einlassen auf die Schwerkraft – folgen wir im Intuitiven Yoga der "Einladung", Körper und Geist für einen gesunden Umgang mit der Yogapraxis zu öffnen. Ausgehend von einer "befreiten", geschmeidig-flexiblen Wirbelsäule erkunden wir die unendlichen Möglichkeiten der Yoga-Asanas. Ein Ansatz des Loslassens, der Hingabe, Geduld und Kontinuität in der Praxis erfordert.

 

Diese Arbeit begleite in der aus meiner Sicht nötigen Tiefe und Intensität idealerweise im individuellen Einzel-Unterricht.

 

Interessierten Übenden mit erkennbarem Interesse an diesem Ansatz biete ich außerdem die Möglichkeit, in festen Intensiv-Gruppen (maximal 5 Teilnehmer) die Prinzipien des Intuitiven Yogas zu verinnerlichen. Wer sich dafür interessiert, kann mich gern kontaktieren.

 

Ziel ist immer eine erkennbare, spürbare Transformation, unterstützt durch die Bewegungen im Intuitiven Yoga, im Kontakt mit Boden und Wirbelsäule und den daraus resultierenden Impulsen für das Fasziengewebe. 

 

Aber merke: Macht es keinen Spaß – dann ist es auch nicht Yoga ;))

 

Die Konditionen für individuelle Unterrichts-Einheiten

(1 bis max. 4 Personen) findest Du hier.

  

THING DON'T GROW IF YOU DON'T BLESS THEM WITH YOUR PATIENCE

 

Ich unterrichte in Hamburg und auf vertiefenden Workshops Intuitives Yoga, inspiriert von Vanda Scaravelli.

 

Das Unterrichten nach den Prinzipien des Intuitiven Yoga bedeutet für mich:

 

- achtsame, regenerative Faszienaktivierung im Einklang mit den individuellen physischen Voraussetzungen (keine Faszienrollen oder Faszienyoga!)

- individuell ausgeführte Bewegungsanleitungen "in Richtung Asana"

- heilsames, in den tieferen Körperschichten beobachtetes, meditatives Üben

- Stärkung der Körperwahrnehmung

– Abbau blockierender Verspannungen durch sanftes "Neu-Programmieren" der Faszien-Verbindungen

- keine Verletzungsgefahr durch Überbeanspruchungen und Fehlstellungen

- keine Erfahrung im Yoga nötig

- für jeden geeignet, auch nach Verletzungen und mit körperlichen Einschränkungen

- erholsame De-Stress-Bewegungen, die einen bewussteren Umgang mit den eigenen Ressourcen fördern

– Verbindung von Physis und Geist – ein offener, wahrgenommener Körper ermöglicht eine entspanntere Geisteshaltung

 

Mehr zu den grundsätzlichen Prinzipien hinter diesem besonderen Yoga erfahrt ihr hier.

 

Ich unterrichte in Deutsch und Englisch.

 

Yoga-Blog

Mo

03

Dez

2018

Warum Intuitives Yoga kein Yogastil ist

Ganz oder gar nicht

Ich unterrichte auch Intuitives Yoga – an diesem Satz ist alles verkehrt. Denn das Intuitive Yoga nach Vanda Scaravelli verzichtet ausdrücklich auf jede Methodik.

 

Intuitives Yoga kann kein zusätzlicher Baustein eines Studio-Angebots aus Ashtanga, Vinyasa, Power oder Yin Yoga sein. Ganz im Gegenteil übt und unterrichtet man ENTWEDER nach einer Methodik oder einem sogenannten Yoga-Stil. ODER man folgt dem Ansatz von Vanda Scaravelli. Ein "Beides Zugleich" – das kann es nicht geben.

 

Intuitiv unterrichten kann nur, wer die grundsätzlichen Prinzipien hinter diesem Ansatz physisch völlig verinnerlicht hat. Das passiert meiner Erfahrung nach nur durch eine relativ lange eigene Übungspraxis bei eine/m Lehrer/in des Intuitiven Yoga. Auf diesem längeren Weg schult man seine Körperachtsamkeit überhaupt erst und lernt zu spüren, wie Bewegung aus der Verbindung von Atem und Wirbelsäule entsteht … Das, was man durch diese kontinuierliche Arbeit spüren lernt, kann man als Lehrer*in des Intuitiven Yoga weitergeben. Ein Grund übrigens, warum jede/r Lehrer/in des Intuitiven Yoga nach Vanda Scaravelli zu einer völlig eigenen Umsetzung des Lehrens findet!

 

Unterstütze ich als Lehrerin Menschen dabei, dass ihre Körper zu Lehrern werden. Dabei, dass sie beginnen, Bewegung individuell entstehen zu lassen – mithilfe von Schwerkraft, Atem, Geduld. Dabei, die Wirbelsäule und Gelenke gesund zu entwickeln. Dann kann ich als Lehrer nicht zugleich Unterrichtsklassen führen, in denen alle Schüler zur selben Zeit dieselbe Position einnehmen. In denen eine bestimmte Anzahl Asanas geübt wird. In denen sogenannte Ausgleichs-Stellungen nötig sind. In denen die Form wichtiger ist als die einzelne Schülerwahrnehmung.

 

Deshalb irritieren mich Angebote von Lehrern, die "auch Intuitives Yoga" unterrichten. Denn wer einmal verstanden und verinnerlicht hat, wie die Abenteuerreise des Intuitiven Yoga  funktioniert – für den gibt es den Weg zurück nicht. Sondern nur ein Ganz oder Garnicht.

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Mo

24

Jul

2017

Individuell zur inneren Mitte

Der völlige Verzicht auf eine Methodik des Unterrichtens: Das fasziniert mich am Yoga, das die Yogapionierin Vanda Scaravelli der Welt hinterlassen hat, am meisten.

 

Statt einer Anleitung für alle – Modell one size fits all – taucht wie im wahren Leben jeder Übende in seinen eigenen Kosmos der Gefühle und des Erlebens ein, kann mit viel Selbstliebe und ganz im Sinne des Yoga seinen eigenen Körper, seine eigene Mitte erkunden und die aus dem Inneren gesendeten Botschaften wahrnehmen (lernen). Auf diese Weise eröffnet sich jedem, der sich darauf einlassen mag, mehr Raum für spontane, ganzheitliche Bewegung innerhalb eines Rahmenwerks von bewusstem Atem und achtsamer Asana.

 

Wer so übt, erlebt relativ schnell die „Rückmeldungen“ des Körpers, manchmal in Form von Spiralen, Wellen oder als Spannungsentladung aus den Tiefen des Gewebes. Das kann sowohl physisch als auch psychisch extrem entspannend sein. Deshalb ist dieses Yoga auch eine Möglichkeit, gezielt den Verspannungen zu begegnen – allerdings nicht als Widersacher, den es zu bekämpfen gilt, sondern mit der Absicht, sie aufzuweichen.

 

Wenn man als Bild unseren (sehr hoch wasserhaltigen) Körper als Schiff versteht, mit dem wir unseren inneren Ozean durchkreuzen, glätten wir auf diese Weise die Wogen und steuern uns in beruhigte Gewässer – und einem intensiven Gefühl von Befreiung für unseren Körper. 

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Do

18

Mai

2017

Training in Achtsamkeit

Nichts holt meine Schülerinnen besser aus dem Stress des Alltags als ein geführtes Ankommen auf der Matte zum Start jeder Unterrichtsstunde. Wenn die Frauen durch die Tür ins Studio treten, sind ihre Körper in aller Regel leicht nach vorn geneigt – so gehen wir fast alle, fast immer. Weiter, weiter, höher, schneller, das nächste Ziel, ob privat oder beruflich, wartet schon, irgendwo vor uns. Diese innere Haltung spiegelt sich in ihren Körpern, die ich lese. Und die ich versuche, vor dem eigentlichen Üben in der Hatha-Bewegung genauso in einen neuen, ruhigeren Zustand zu bringen, wie den Monkey Mind ihrer Bewohnerinnen.

Einen Zustand, der offensichtlich für viele Menschen inzwischen begehrenswert zu sein scheint. Selbst Manager und Staatenlenker, die in Davos und an anderen Orten dieser Welt zu ihren wichtigen internationalen Gipfel-Meetings zusammenfinden, lassen sich vor dem Programm-Moloch des Tages von Achtsamkeits-Trainern aus dem Stress-Strudel ziehen. 

Mehr Resilienz, weniger Krankmeldungen in Unternehmen, fokussierteres Arbeiten, kreativerer Output – Unternehmen haben die Achtsamkeits-Vorzüge für sich entdeckt. Und wie kaum anders zu erwarten ordnen sie die Meditationsphilosophie dem Produktivitätsgedanken unter. Denn wenn Führungskräfte heute Trainings in Achtsamkeit besuchen dürfen, dann steckt dahinter weniger die Absicht, dass ihnen dieses Innehalten persönlich neue Gedankenwelten und Horizonte öffnet. Sondern vielmehr der Wunsch, ihre Produktivität zum Besten des Unternehmens zu steigern.

Das ist zwar so absurd wie offensichtlich paradox – aber das hat uns im Westen noch nie davon abgehalten, Traditionen aus anderen Kulturen aufzugreifen und dann so lange zu biegen, bis sie zu unserem Weltbild passender erscheinen. Das gilt natürlich ganz genauso fürs Yoga. Statt individueller Praxis und Versenkung oder gar Selbstreflektion stehen bei der vornehmlich Asana-orientierten westlichen Praxis pragmatische Ziele im Vordergrund: Fitness, Knackpo, Gelenkigkeit, man kennt das.

Allerdings ist all das insgesamt besser, als wie Mensch-Maschinen einem schlichten Weiter-So-Trott zu folgen, dem keine neuen Erkenntnisse innewohnen und an dessen Ende nur der gesundheitliche Verschleiß stehen kann, ob mental oder körperlich oder beides.

Daher: Meldet euch gern bei mir an, wenn ihr es besser haben wollt. Private oder betriebliche Achtsamkeits-Trainings mit mir können niemals eine schlechte Idee sein ;)

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Mo

30

Jan

2017

Wer ernsthaft Yoga praktiziert, sollte Diane Long nicht verpassen

Laila Sell, Diane Long (in Paschimottanasana) und myself – 2008 in Toffia bei Rom (v. l. n. r.)
Laila Sell, Diane Long (in Paschimottanasana) und myself – 2008 in Toffia bei Rom (v. l. n. r.)

Wer heute Yoga praktiziert und/oder unterrichtet, betet die Namen im Schlaf und auf jeder Hipsterparty runter: Brian Kest, Ana Forrest, Tara Stiles, Sharon Gannon … Sobald diese Namen auf den Workshopkalendern der Großstadt-Studios auftauchen, bricht hektisch Buchungsbegeisterung aus. Mich macht dagegen diese quasiregligiöse Verehrung ebenso skeptisch wie Religion selbst.

 

Denn was haben die Vermarktungsmeister aus den USA, was hiesige Yogalehrer nicht haben? Meist verfolgen sie nur ehrgeizig ihr typisch nordamerikanisches Lebenscredo, dass man "aus sich etwas machen muss und kann". Das haben sie bereits mit der Muttermilch aufgesogen und verstehen "ihr" Yoga als Produkt, das sie entsprechend verkaufen.

 

Große Erfahrung und einen oft ganz individuellen Umgang mit den vielseitigen Möglichkeiten des Yoga besitzen auch jenseits der US-Grenzen sehr, sehr tolle Lehrer. Sie betreiben nur deutlich seltener das laute Kaufmich-Trara.

 

Vielleicht besitzt unter anderem deshalb Diane Long, eine seit knapp 40 Jahren das Intuitive Yoga nach Vanda Scaravelli lehrende US-Amerikanerin und Wahl-Italienerin mit Lebensmittelpunkt Rom, einen Kultstatus als Lehrerin. Man kennt sie fast ausschließlich im kleinen Zirkel derer, die sich diesem seltenen, achtsamen Yoga zugewandt haben.

 

Was wirklich bedauerlich ist.

 

Denn so verpassen hunderte und tausende ernsthaft Yoga Praktizierende die Möglichkeit, weitaus intensiver und dabei graziöser (!!) in Kontakt mit ihrem Körper zu kommen, als es in jeder anderen Yoga-Variante möglich ist.

 

In diesem Video zum Beispiel seht ihr, wie leicht man in eine oft als sehr schwierige Asana auch hineinschweben kann …

 

Zugegeben, Diane, mittlerweile in ihren fortgeschrittenen Sechzigern, kommt extrem selten nach Deutschland. Deutlich häufiger reist sie nach Indien, USA und England, wo sie mit ihrer aktuellen Ko-Autorin Sophy Hoare eine Yogalehrerausbildung in diesem Stil anbietet. Denn nach Vandas einzigem schriftlichen Vermächtnis "Awakening the Spine" haben diese beiden nun ein mehr praxisbezogenes Buch namens "Notes on Yoga - The Legacy of Vanda Scaravelli" veröffentlich (Amazon-Link).

 

Im Sommer 2017 konnten einige wenige Glückliche sie in Berlin live während eines Workshops erleben! Ich war natürlich dabei – keine Schülerin Vandas hat länger und intensiver mit ihr arbeiten dürfen als Diane. Und sie wird ihr kostbares Wissen nicht ewig teilen können … Für Sommer 2018 ist in Italien vom 3. - 8. August ein großes Get-Together aller Lehrenden der 1. Vanda-Generation geplant. Mehr Infos dazu findet ihr hier

 

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Di

23

Aug

2016

Yin, De-Stress, Regeneration – die Yogatrends, die zur Zeit passen

Ich sage immer: Jede Stadt hat das Yoga, das sie verdient. 

 

In Hamburg, wo ich seit über 35 Jahren lebe, sind die Menschen leistungsorientiert und perfektionsverliebt. Das laissez-faire jedenfalls wurde in der Hanseatenstadt definitiv nicht erfunden. Wenn ich mir vor allem die Frauen ansehe, habe ich manchmal den Eindruck, von weiblichen Biorobotern umgeben zu sein.

 

Die Hanseatinnen sind pauschal betrachtet karrierebewusst, leistungsstark, ordnungsliebend. Ihre Einstellung zu Genuss und Exzess ist puritanischer Natur: Zwei Weinschorlen und vielleicht einmal eine leichte Ökozigarette, nichts Fettes essen … also bitte nicht zu viel und zu oft, sonst kommen Karriere und Körper in die Bredouille. Wehe, wehe!

 

Ja, zugegeben, das ist wirklich sehr über einen Kamm geschoren. Aber im Vergleich mit den katholisch geprägten, genussfreudigen Münchenerinnen, die ich fast 3 Jahre lang studieren durfte, oder den herrlich lebensfrohen Londonerinnen kommen die Damen Hamburgs deutlich unterkühlter und strenger (mit sich selbst) weg.

 

Das scheint sich auch in ihrer Präferenz im Yoga niederzuschlagen. Herausfordernde Stile, die an die Grenzen der phsysischen Belastung gehen (und deshalb Muckis an allen bekannten und weniger bekannten Körperstellen zaubern, Stichwort: Knackpo-Yoga), sind überdurchschnittlich gut frequentiert. – Vielleicht ist das der Grund, warum in letzter Zeit eine Tendenz Richtung entspannendes Yoga zu beobachten ist?!

Wo viel Fordern ist, das stellt sich nämlich schnell eine tief empfundene Sehnsucht nach dem Gegenteil ein.

 

Wer in seinem Hamburger Poweryoga- oder Acrobatic-Studio zusätzlich Yin oder Restoratives Yoga anbietet, dürfte sich jedenfalls über ausgezeichnete Kurs-Auslastung freuen.

 

Mich jedoch irritiert dieses Polarität. Fast scheint es, als würde es bei den Hamburger Yoga-Angeboten hauptsächlich um Auspowern einerseits und Erholen andererseits gehen.

 

Aber ist das der tiefere Sinn im Yoga-Üben? Dass ich mich, um meinen Körper zu stählen, derart anstrenge, dass ich mich nur noch nach Loslassen sehne?

Und ist das Anspannen und im Gegenzug beim Yin Yoga starke Dehnen und Ziehen an den Gelenken die ideale und gesunde Art, mit seinem heiligen Körper umzugehen?

 

Im Intuitiven Yoga, aber auch bei anderen langsamer geübten Hatha-Varianten bleibt man mit dem Belastungspegel immer in der Mitte – dort, wo Yogaasanas den Köper meiner persönlichen Einschätzung nach hinführen und sanft optimieren helfen sollten.

 

Meine Empfehlung: Hinterfragt eure Motive und Impulse. Pendelt mit eurem Körper nicht zwischen Extremen, sondern erweist ihm Respekt, erkundet ihn achtsam und erhaltet ihn gesund. Ganz egal, ob in Hamburg, Berlin, London oder Bad Ganderstein.

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