Wer ernsthaft Yoga praktiziert, sollte Diane Long nicht verpassen

Laila Sell, Diane Long (in Paschimottanasana) und myself – 2008 in Toffia bei Rom (v. l. n. r.)
Laila Sell, Diane Long (in Paschimottanasana) und myself – 2008 in Toffia bei Rom (v. l. n. r.)

Wer heute Yoga praktiziert und/oder unterrichtet, betet die Namen im Schlaf und auf jeder Hipsterparty runter: Brian Kest, Ana Forrest, Tara Stiles, Sharon Gannon … Sobald diese Namen auf den Workshopkalendern der Großstadt-Studios auftauchen, bricht hektisch Buchungsbegeisterung aus. Mich macht dagegen diese quasiregligiöse Verehrung ebenso skeptisch wie Religion selbst.

 

Denn was haben die Vermarktungsmeister aus den USA, was hiesige Yogalehrer nicht haben? Meist verfolgen sie nur ehrgeizig ihr typisch nordamerikanisches Lebenscredo, dass man "aus sich etwas machen muss und kann". Das haben sie bereits mit der Muttermilch aufgesogen und verstehen "ihr" Yoga als Produkt, das sie entsprechend verkaufen.

 

Große Erfahrung und einen oft ganz individuellen Umgang mit den vielseitigen Möglichkeiten des Yoga besitzen auch jenseits der US-Grenzen sehr, sehr tolle Lehrer. Sie betreiben nur deutlich seltener das laute Kaufmich-Trara.

 

Vielleicht besitzt unter anderem deshalb Diane Long, eine seit knapp 40 Jahren das Intuitive Yoga nach Vanda Scaravelli lehrende US-Amerikanerin und Wahl-Italienerin mit Lebensmittelpunkt Rom, einen Kultstatus als Lehrerin. Man kennt sie fast ausschließlich im kleinen Zirkel derer, die sich diesem seltenen, achtsamen Yoga zugewandt haben.

 

Was wirklich bedauerlich ist.

 

Denn so verpassen hunderte und tausende ernsthaft Yoga Praktizierende die Möglichkeit, weitaus intensiver und dabei graziöser (!!) in Kontakt mit ihrem Körper zu kommen, als es in jeder anderen Yoga-Variante möglich ist.

 

In diesem Video zum Beispiel seht ihr, wie leicht man in eine oft als sehr schwierige Asana auch hineinschweben kann …

 

Zugegeben, Diane, mittlerweile in ihren fortgeschrittenen Sechzigern, kommt extrem selten nach Deutschland. Deutlich häufiger reist sie nach Indien, USA und England, wo sie mit ihrer aktuellen Ko-Autorin Sophy Hoare eine Yogalehrerausbildung in diesem Stil anbietet. Denn nach Vandas einzigem schriftlichen Vermächtnis "Awakening the Spine" haben diese beiden nun ein mehr praxisbezogenes Buch namens "Notes on Yoga - The Legacy of Vanda Scaravelli" veröffentlich (Amazon-Link).

 

Im Sommer 2017 konnten einige wenige Glückliche sie in Berlin live während eines Workshops erleben! Ich war natürlich dabei – keine Schülerin Vandas hat länger und intensiver mit ihr arbeiten dürfen als Diane. Und sie wird ihr kostbares Wissen nicht ewig teilen können … Für Sommer 2018 ist in Italien vom 3. - 8. August ein großes Get-Together aller Lehrenden der 1. Vanda-Generation geplant. Mehr Infos dazu findet ihr hier

 

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