Warum Intuitives Yoga kein Yogastil ist

Ganz oder gar nicht

Ich unterrichte auch Intuitives Yoga – an diesem Satz ist alles verkehrt. Denn das Intuitive Yoga nach Vanda Scaravelli ist das erklärte Gegenteil von Methodik.

 

Intuitives Yoga kann deshalb auch kein zusätzlicher Baustein im Studio-Mix zwischen Ashtanga, Vinyasa, Power oder Yin Yoga sein. ENTWEDER unterrichtet man nach einer Methodik oder einem sogenannten Yoga-Stil. ODER man folgt dem Ansatz von Vanda Scaravelli. Ein "Beides Zugleich" kann es nicht geben.

 

Intuitiv unterrichten kann nur, wer die grundsätzlichen Prinzipien hinter diesem Ansatz physisch völlig verinnerlicht hat. Das passiert meiner Erfahrung nach nur durch eine lange eigene Übungspraxis bei einer erfahrenen Lehrer_in des Intuitiven Yoga. Auf diesem intensiven Weg schult man seine Körperachtsamkeit überhaupt erst und lernt zu spüren, wie Bewegung aus der Verbindung von Atem und Wirbelsäule entsteht … Das, was man durch diese konsequente Arbeit spüren lernt, kann man als Lehrer_in des Intuitiven Yoga weitergeben. Ein Grund übrigens, warum jede Lehrer_in des Intuitiven Yoga nach Vanda Scaravelli zu einer völlig eigenen Umsetzung des Lehrens findet!

 

Ich unterstütze Menschen dabei, dass ihre Körper zu Lehrern werden. Dass sie beginnen, Bewegung individuell entstehen zu lassen – im eigenen Einklang mit Schwerkraft, Atem, Geduld. Dass sie ihre Wirbelsäule und Gelenke finden, spüren, gesund entwickeln. Entsprechend kann ich keine Unterrichtsklassen führen, in denen alle Schüler zur selben Zeit dieselbe Position einnehmen sollen. In denen eine definierte Anzahl Asanas geübt wird. In denen sogenannte Ausgleichs-Stellungen nötig sind. In denen die Form wichtiger ist als die einzelne Körperwahrnehmung des Übenden.

 

Deshalb irritieren mich Angebote von Lehrern zutiefst, die "auch Intuitives Yoga" unterrichten. Denn wer einmal verstanden und verinnerlicht hat, wie die Abenteuerreise des Intuitiven Yoga  funktioniert – für den gibt es den Weg parallel oder zurück nicht. Sondern nur ein Ganz oder Garnicht.

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